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Frauen 4 Business – Dankesland

 "Frauen 4 Business"

Im Gespräch mit Frauen in der Selbständigkeit. Für gemeinsame Sichtbarkeit und ein Besuch im Dankesland.

 

Heute zu Gast bei mir:

Birgit Burr - Dankesland- 

Begleitung und Seelen-Gärtnerin

aus Osterhofen

 

Ein großes Dankeschön für die Einladung ins Dankesland. Ein wunderschönes, beseeltes Fleckchen Erde in Osterhofen in der Nähe von Bad Waldsee. Eingeladen hat mich Birgit in ihren selbst angelegten "Seelengarten". Dort begleitet sie Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. In den Körper und von dort aus wieder ins Leben, in einen Neuanfang oder einfach ins SEIN. Auch wir waren erstmal nur dort und haben uns mit unseren Themen, die an diesem Abend so auf dem Tisch lagen, oder darunter, langsam angenähert, geöffnet, erzählt, gelacht, geschüttelt, geweint und Fotos gemacht. DA SEIN. Das sagt man so schnell und ich finde, es gibt kaum etwas, was schwieriger auszuhalten ist. Und zeitgleich ist es das schönste Geschenk, was ich mir in den letzten Jahren machen durfte. Es halten und lieben zu lernen. Dieses ominöse SEIN. Mit Birgit  im Dankesland findest du einen wunderbaren Menschen und Ort dafür und darüber hinaus.
Mehr über Birgit und das Dankesland erfährst du im Interview und hier:

Erzähl uns bitte ein bisschen was über das Dankesland.

Das Dankesland hatte seine Geburtsstunde in der Corona-Zeit: Meine Tätigkeitsfelder waren aufgrund der Vorgaben nicht mehr zu „beackern“ und zeitgleich war ich an einem Punkt, meine Tun wieder neu zu „erfinden“: Die bis dahin brachliegende Fläche meiner Eltern durfte ich nach meinem Geschmack und auch auf Grundlage einer wirklich empfangenen Vision gestalten. Ich bin -wahrscheinlich durch meiner Familiengeschichte- sehr gerne auch „Bäuerin“ und es erfüllt mich mit Freude, diesen Platz wieder mehr der Natur zurückzugeben und auch die Menschen, die ich begleite, wieder mehr zu ihrer Natur, ihren inneren Potentialen zu begleiten.

Was war bzw ist deine Vision?

Diese Vision war 2020 ein kreisrunder Platz mit Blick auf die weite Ebene so zu gestalten, dass Menschen hier zusammenkommen: In den ersten Jahren gab es auch einige Aktionen, bei denen wir unser Zusammensein gefeiert haben: Konzerte, Yoga, Filmvorführung, Abende am Feuer und auch bei der Bepflanzung des Gartens war ich nicht alleine. Die Idee ist heute noch, in Verbindung zu kommen, jetzt vermehrt mit inneren Prozessen und der Natur in und um uns. Hierher kommen Menschen zu einem „Coaching im Garten“ oder um von hier aus auf einen Spaziergang zu gehen, auf dem ich sie mit Fragen begleite.

Was macht diesen Ort so besonders für dich, uns und euch?

Ich fühle mich diesem Platz durch meine Gestaltung verbunden, zeitweise empfinde ich es als mein „Erbe“, diese Fläche nun in meinen Händen zu wissen: Meine Großeltern und Eltern bearbeiteten diesen Grund als Landwirte; ich darf sie jetzt auf meine Art „bespielen“ und hier Menschen empfangen, die sich ausruhen wollen, Klarheit suchen, Veränderungsprozesse nicht alleine gehen können oder wollen. Ich mag die Wildheit meines Gartens und beobachte und lerne durch die Natur.

Wie kann ich das benennen, was du machst?

„Begleitung“ mag ich am liebsten: und vielleicht „Seelen-Gärtnerin“.

Mit welchem Anliegen, Problem oder Bedürfnis komme ich zu dir und wie kannst du mir helfen?

Menschen, die zu mir kommen, suchen meist instinktiv nach „ihrer nächsten Wachstumsstufe“: oft kündigt sich diese an durch erstmal dem Gefühl von „so, wie bisher, kann es nicht weitergehen“, „ich fühle mich gestaut, komme nicht weiter, das Alte trägt nicht mehr“, manchmal ist es auch das Erkennen, dass der Körper zeigt, dass die Seele nicht mehr glücklich ist. Beziehungsprobleme, Neu-Ausrichtungen bei der Arbeit, fast ständiges Angespannt-Sein oder „Getrieben-Sein“ sind größtenteils die Ausgangssituationen für meine Begleitung. Meist kommen Einzelpersonen zu mir, manchmal begleite ich auch Teams, die in ihrem Zusammen-Wirken und in ihrer Kommunikation unterstützt werden wollen.

Meine Form der Begleitung ist sehr körperbezogen: wenn wir wieder erfahren, den Körper „lesen zu lernen“, Veränderungen auf der Nervensystem-Ebene anzugehen und auch Seelen- Bilder in uns zu empfangen, zeigt sich der nächste Schritt dem „Suchenden“ von selbst. Ich frage, lade ein, in der Bewegung oder im Still-Sein zu forschen und sehe das Potential des Menschen oder von Teams. Neben diesen wertvollen Erfahrungen vor Ort, schauen wir gemeinsam, wie im Alltag neue unterstützende Gewohnheiten gepflegt werden können. So erinnere ich nach den Treffen auf dem Dankesland als liebevolle „Trainerin“ durch kleine Nachrichten und Inspirationen.

Liegt dir eines deiner Angebote besonders am Herzen?

Glücklich bin ich, wenn Menschen wieder erinnern, dass sie ihre Problemlösung nicht durch Orientierung am Außen („dieses Konzept, diese Methode“) sondern IN sich finden und dass es meist nicht um die Lösung dieses Problemes geht, sondern um grundsätzlich mehr Lebendigkeit und Vertrauen in Veränderungsprozesse: denn das Leben ist Veränderung; das Leben will sich weiterentwickeln und wachsen- wir stehen ihm meist mit unseren Ängsten im Weg….

Wenn alles möglich ist, was ist dann? Dort im Dankesland oder woanders?

Wenn alles möglich ist, dann werde ich in meinem Leben noch erfahren, wie Menschen wieder gut für sich und ihre Lebendigkeit sorgen- nicht als „Ego-Trip“, sondern weil unser Leben so gelebt werden will. Wenn wir mit uns gut in Verbindung sind, dann glaube ich, dass uns auch sinnstiftende Tätigkeiten und nährende Verbindungen mit anderen Menschen leicht und natürlicherweise gelingen können. Wir spüren, was wirklich von Bedeutung ist- und was nur Ablenkung und Ersatz.

Ich wünsche mir am Allermeisten, dass jedes Leben zählt: auch das von Tieren und von unserer wunderbaren Erde und wir wieder mit mehr Achtung für diese kreativen Prozesse sind.

Du hast viele Ausbildungen gemacht. Hast du eine Methode nach der du arbeitest, ein Kernstück, wie du Menschen begleitest?

Ja, ich habe viele Ausbildungen gemacht und kann jetzt nach 30 Jahren sagen: die kraftvollste Art, mit Veränderungen umzugehen ist, sie im Körper zu bewegen. Hier sitzen unsere Kraftquellen, hier spüren wir unsere Emotionen, hier werden wir durch „Erkenntnisse“ beschenkt, die wir in unserem Kopf allein nicht „erdenken“ können.

Wie kam es dazu?

In der Tanztherapie-Ausbildung durfte ich vor allem in der Traumatherapie viel erfahren, wie der Körper weiß, „wie Heilung geht“. Wir denken so viel und haben in unserem Leben meist nur gelernt, „Probleme zu besprechen, zu analysieren, Lösungen zu suchen“. Meine Erfahrung ist, selbst wenn ich ein Problem verstanden habe und mir eine Lösung ausgedacht habe, ist es meistens nicht so, dass sich nachhaltig im Leben etwas dadurch verändert.

Wie hat dein Umfeld reagiert, als du immer wieder angefangen hast, neu zu lernen, dein Leben neu zu formen?

Grundsätzlich hatte ich das Glück, dass meine Eltern mir „vollen Entfaltungsraum“ gegeben haben: ob ich meinen Beruf veränderte, wieder mal auf Fortbildung war und auch Dinge in Angriff genommen habe, die nicht gleich Sicherheit und Wohlstand bedeutet haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Für manche in meinem Umfeld bin ich „mutige Inspiration“, für andere sicherlich auch „anstrengend“, da Veränderungen ja auch Unruhe, Risiko, den Blick in die Tiefe erfordern.

Im Moment ist ein Umbruch bei dir. Magst du uns erzählen, wo du gerade stehst und wo du hin möchtest? Was wünscht du dir momentan für dein Leben und deine Arbeit?

Mir kommt das Bild einer Schaukel: zum einen wünsche ich mir mehr Stabilität und auf der anderen Seite ist der Wunsch da, noch viel mehr auszuloten, was alles noch möglich ist: in meiner eigenen Lebendigkeit, in meiner Art Menschen anzusprechen und sie zu begleiten und gemessen an der großen Welt, was wir als Menschen wirklich wollen und wofür wir unsere Energie einsetzen. Ich wünsche mir, dass ich mit meinem Tun dazu beitrage, dass wir uns nicht selbst „besser machen wollen“ sondern den Zusammenhang sehen zwischen unserem Grad der Lebendigkeit und unserem Wirken in der Welt.

Wie möchtest du wahrgenommen werden mit deinem Angebot ?

Ich möchte, dass Menschen sehen und erfahren, dass meine Begleitung sehr schlicht, jedoch sehr nachhaltig ist. Ich wünsche mir, dass Menschen, die bei mir auf dem Dankesland waren, sagen können, dass mein „Coaching im Garten“ ein bedeutenden Beitrag zum liebevolleren Umgang mit sich selbst war und entscheidende Veränderungen leichter gelingen konnten. Idealerweise haben Menschen, die bei mir waren, Lust auf Veränderung und Wachstum und erkennen, dass sie durch „Probleme“ erst zu dem werden konnten, die/der noch innerlich auf sie gewartet hat.

Was bewegt dich momentan?

Wenn man einmal angefangen hat, den Körper mehr in den Fokus zu nehmen, dann bewegt sich ständig was 😊. Ich forsche gerade nochmal von Neuem, wie unsere Wahrnehmung, unsere Glaubenssätze, unser Mut und unser Selbstverständnis von einem ausgeglichenen Nervensystem bestimmt werden.

Hast du eine Lieblingsübung, auf die du immer wieder zurückgreifst und uns verraten möchtest?

Ja, es ist meine tägliche Schüttelpraxis, um eben dem Nervensystem eine Möglichkeit der Regeneration zu geben, meine Lebendigkeit zu erhöhen und somit mich den Herausforderungen des Lebens wirklich gewachsen zu FÜHLEN.Auch kleine Texte zu schreiben als Ausdruck meines Inneren liebe ich sehr. Ich wünsche mir, dass Musik, Tanzen, Malen, Formen, Spielen wieder mehr Platz in meinem Leben und auch in meiner Arbeit bekommen, so wie eine „Spielwiese für unsere Seele“.

Was sind deine größten Herausforderungen in deiner Arbeit.....was sind die besonderen Momente?

Augenblicklich ist es die Herausforderung, für meine Arbeit mehr Werbung zu machen und somit auch mehr Kontinuität innerhalb meiner Selbstständigkeit zu erfahren.Die besonderen Momente sind, wenn ich erlebe, dass ich intuitiv und wach für Menschen da sein darf und deren nächste Schritte sich organisch ergeben. Wenn Menschen mir ihr Vertrauen schenken und spüren, dass sie mit dem tiefsten Schmerz und der frechsten Idee bei mir willkommen sind.

Wie gehst du mit Kritik um?

Ich lasse sie durch „Mark und Bein gehen“ und studiere so ihren Gehalt für mich. Kritik ist wichtig und Dünger für meine Entwicklung. Manchmal schmeckt negative Kritik ja erst im Abgang 😊

Worauf bist du besonders stolz?

Dass ich meinen Weg immer wieder im Vertrauen gehe und auch gefühlte Durststrecken und „Nicht-Wissen“ in Kauf nehme.

Was machst du morgens nach dem Aufstehen als erstes?

Ich spüre, wie es meinem Körper geht, setze mich ein paar Minuten zur Mediation hin- manchmal auch länger und dann schüttle ich mich- so wie meine zwei Hunde und drei Katzen es mir vormachen.

Was macht dir Freude?

Ganz generell: kreativ zu sein, zu gestalten und an Gestaltungen anderer teilhaben zu dürfen- hier vor allem die Musik

Was würdest du gerne verändern?

Den „Mainstream an Denken und Tun“, der oft von unlebendigen Gewohnheiten bestimmt wird. Ich wünsche mir Veränderung in unserem „Berührt-Sein-Können“, weil ich glaube, dass von dort aus wir die Welt zu einem schöneren Platz machen.

Wer oder Was inspiriert dich?

Musik ganz direkt, lebendige, sprühende Menschen, tiefe Gespräche, mutige Menschen. Tiere in ihrem Grundvertrauen, Lebensformen, an denen Metamorphose so schön zu sehen ist.

Was ist dir wirklich wichtig im Leben?

Vertrauen, Großzügigkeit, Veränderungsbereitschaft, Mut.

und…

wie war unsere Zusammenarbeit für dich?

Liebe Claudi: so schön, dass Du bei mir warst! Ich bin Dir sehr dankbar für DEINE Begleitung, Deine Fragen und diese wunderbare Möglichkeit über Dein Format mich und meine Arbeit vorzustellen.

Du bist jederzeit bei mir und im Dankesland willkommen!

 

DANKE Birgit!

 

@Casagranda Foto